TSV 1860 Rosenheim – SV Wacker Burghausen 0:2 (0:1)
Am heutigen Dienstagabend (4. August 2026) trat der SV Wacker Burghausen in der zweiten Runde des BFV-TOTO-Pokals beim Süd-Bayernligisten und amtierenden Landesligameister TSV 1860 Rosenheim an. Dank eines frühen Treffers und eines Tores in der Nachspielzeit zogen die Salzachstädter verdient in das Achtelfinale ein. Die Gäste erwischten einen perfekten Start und gingen bereits in der 12. Minute durch einen Kopfballtreffer von Konstantin Gertig mit 1:0 in Führung. Im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend, wobei die Gastgeber vor allem unmittelbar nach der Pause mit viel Druck aus der Kabine kamen. Quasi mit dem Schlusspfiff sorgte der eingewechselte Moritz Leitner in der zweiten Minute der Nachspielzeit für die Entscheidung. Aus rund zehn Metern in der eigenen Hälfte traf er über den weit aufgerückten Rosenheimer Torhüter hinweg zum 2:0-Endstand. Aufgrund der überzeugenden ersten Halbzeit zog der SV Wacker Burghausen letztlich verdient vor ca. 100 mitgereisten Wacker-Anhängern in das Achtelfinale des TOTO-Pokals ein.
Von Beginn an zeigte der SVW, dass er nichts anbrennen lassen wollte, und übernahm sofort das Kommando. Bereits in der 7. Minute wurde die Offensive erstmals gefährlich. Nach einer Flanke von Michael Dinkler legte Felix Bachschmid für Jordi Woudstra ab, dessen Abschluss den Rosenheimer Kasten nur um Haaresbreite verfehlte. Nur wenige Zeigerumdrehungen später fand Benedikt Schwarzensteiner den rund 18 Meter vor dem Tor lauernden Kapitän Felix Bachschmid. Dessen Distanzschuss ging nur knapp über die Querlatte. In der 12. Minute belohnten sich die Salzachstädter für ihre couragierte Anfangsphase. Einen weit getretenen Eckball von Noa-Gabriel Simic machte Noah Shawn Agbaje mit einer erneuten Flanke noch einmal scharf und fand den Kopf von Konstantin Gertig, der zum umjubelten 1:0 für Burghausen einnetzte. In der Folge hatte der Gast noch einige Gelegenheiten, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Nach der Trinkpause neutralisierten sich beide Mannschaften zunehmend im Mittelfeld, ehe sich Abwehrchef Benedikt Schwarzensteiner aus rund 30 Metern ein Herz fasste. Sein abgefälschter Schuss konnte vom Rosenheimer Torhüter gerade noch zur Ecke gelenkt werden. Drei Minuten später kamen die Gastgeber aus halbrechter Position zu ihrer ersten Gelegenheit. Der Abschluss von Edis Muhameti verfehlte den Torwinkel nur knapp. Auch der tropischen Hitze geschuldet gelang es anschließend keiner Mannschaft mehr, sich vor dem Halbzeitpfiff klare Torchancen herauszuspielen. Somit ging es mit einer absolut verdienten Führung für den Regionalligisten in die Kabinen.
Die Gastgeber kamen mit viel Schwung aus der Kabine und zeigten in den Anfangsminuten, dass sie sich noch längst nicht geschlagen geben wollten. Ein erster Beleg dafür war ein gefährlicher Abschluss von Liam Markulin in der 48. Minute, den Brinkmann jedoch sicher entschärfte. Nur acht Zeigerumdrehungen später prüfte Leon Tutic den Wacker-Schlussmann erneut. Die Salzachstädter waren in dieser Phase häufig einen Schritt zu spät und fanden zunächst nur schwer in den zweiten Durchgang. Erst in der 64. Minute wurde der Regionalligist wieder gefährlich. Nach einem Eckball setzte Alexander Gordok einen Kopfball an die Latte. Auch danach spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab. Beide Mannschaften taten sich schwer, klare offensive Akzente zu setzen. In der 82. Minute bot sich dem SVW nach einem schnellen Umschaltmoment die Gelegenheit zur Vorentscheidung. Zunächst konnten Jordi Woudstra und anschließend der eingewechselte Moritz Leitner die Chance nicht nutzen. Leitner wurde jedoch an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Den anschließenden Freistoß übernahm Noa-Gabriel Simic, der aus rund 16 Metern am Torhüter der Gastgeber scheiterte. Mit der allerletzten Aktion sorgte Moritz Leitner schließlich für die Entscheidung. Nach einem Rosenheimer Freistoß, bei dem auch der Torhüter mit nach vorne geeilt war, eroberte der SVW den Ball. Leitner erkannte die Situation und traf aus der eigenen Hälfte in das verwaiste Tor zum 2:0-Endstand.
Aufstellungen:
SV Wacker Burghausen: Brinkmann – Dinkler (63. Stegmiller), Gertig, Schwarzensteiner (63. Hofherr), Turtschan – Gordok, Bangerter (46. Wagner), Agbaje (46. Diowo), Bachschmid (74. Leitner), Simic – Woudstra. Trainer: Matthias Ostrzolek.
TSV 1860 Rosenheim: Riedmüller – Ünal, Hilger, Elghatous (69. Syed), Muhameti – Tutic (69. Markulin Noah), Kuffel (86. Papapicco), Martens, Markulin Liam (86. Bensch) – Summerer, Gangloff (57. Khong-In). Trainer: Wolfgang Schellenberg.
Tore: 0:1 Konstantin Gertig (12.), 0:2 Moritz Leitner (90. + 2.)
Zuschauer: 438
Karten:
Gelb: Agbaje – Hilger, Syed
Schiedsrichter:
Felix Haggenmüller (FC Wiggensbach)





