Fünf weitere Klubs bekennen sich zur Reforminitiative – Unterstützerkreis wächst auf 65 Vereine

Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ hat sich in den vergangenen Monaten zu einem prägenden Thema im deutschen Fußball entwickelt. Dank der Unterstützung zahlreicher Klubs, Fanszenen und prominenter Fürsprecher ist es gelungen, die seit mehr als einem Jahrzehnt diskutierte Regionalliga-Frage wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Die Entwicklung bleibt dynamisch, da sich zunehmend weitere Klubs aus ganz Deutschland zur Reforminitiative bekennen. Damit wächst auch der Rückhalt für eine gemeinsame Lösungsfindung kontinuierlich.

Mit dem „Kompass-Modell“ zeichnet sich aus der Sicht der Initiative ein konkreter, machbarer und vor allem fairer Lösungsansatz ab. Er würde ein einheitliches Aufstiegsrecht schaffen, könnte strukturelle Ungleichgewichte beseitigen und die sportliche Gerechtigkeit im gesamten Ligasystem stärken.

„Endlich eine Antwort auf die Regionalliga-Frage geben“
„Wir sind dankbar für jeden Verein, der sich einer der wohl größten Initiativen in der Geschichte des deutschen Fußballs anschließt – und damit dem großen ligaübergreifenden Reformwillen weiter Ausdruck verleiht. Wir rufen Vereine und Fans bundesweit dazu auf, diesen Wunsch nach Veränderung konsequent zu unterstützen. Wir werden als Reforminitiative weiterhin eng zusammenstehen und über alle Regionalgrenzen hinweg gemeinsam an Lösungen arbeiten, die endlich eine Antwort auf die bislang ungelöste Regionalliga-Frage geben“, erklärt Tommy Haeder, Sprecher der Initiative „Aufstiegsreform 2025“.

„Das ‚Kompass-Modell‘ schafft gleiche Voraussetzungen für alle Regionalligen“
„Die stetig wachsende Unterstützung aus ganz Fußball-Deutschland zeigt, dass wir mit der Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘ den Nerv der Zeit treffen. Es geht nicht um Einzelinteressen, sondern um eine faire und zukunftsfähige Lösung für den gesamten deutschen Fußball. Das ‚Kompass-Modell‘ stellt die sportliche Leistung in den Mittelpunkt und schafft endlich gleiche und zudem attraktive Voraussetzungen für alle Regionalligen. Ich habe bislang kein einziges überzeugendes Argument gegen dieses Modell gehört. Jetzt ist der Moment gekommen, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen und nicht weiter in Problemen, sondern in Lösungen zu denken“, erklärt Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiß Oberhausen, dessen Klub sich bereits im Mai 2025 gemeinsam mit Fortuna Köln als erster Vertreter der Regionalliga West den Reformbemühungen angeschlossen hat.

 

 

Bis zu einer finalen Entscheidung ist es entscheidend, den Reformwillen sichtbar zu machen und die Argumente klar zu platzieren. Je breiter die Unterstützung aus Vereinen und Fanszenen, desto größer die Chance auf eine tragfähige Lösung.

Neue Mitglieder im Unterstützerkreis
Sechs Tage vor der nächsten wichtigen Sitzung der „AG Regionalliga-Reform“ auf dem DFB-Campus in Frankfurt schließen sich fünf weitere Vereine der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ an und unterstreichen die gemeinsame Forderung nach Veränderung. Neu hinzu kommen:

  • SV Wacker Burghausen (Regionalliga Bayern)
  • SV Rödinghausen (Regionalliga West)
  • SG Wattenscheid 09 (Oberliga Westfalen)
  • Berliner AK 07 (NOFV-Oberliga Nord)
  • BSV Eintracht Mahlsdorf (NOFV-Oberliga Nord)

 

Damit wächst der Unterstützerkreis auf 65 Vereine aus den ersten fünf Ligen. Zuvor hatten sich in diesem Jahr bereits die Zweitligisten Eintracht Braunschweig und Preußen Münster sowie Rot-Weiss Essen aus der 3. Liga der Initiative angeschlossen.

Die breite, ligaübergreifende Unterstützung unterstreicht, dass es nicht um Einzelinteressen oder regionale Vorteile geht, sondern um eine gemeinschaftliche Lösung im Sinne des gesamten deutschen Fußballs.

Ungerechtigkeiten in der Aufstiegsfrage beseitigen
Ziel ist es insbesondere, die aktuell bestehenden Ungleichgewichte in der Aufstiegsfrage zu beseitigen. Derzeit steigen nur die Meister aus drei von fünf Regionalligen direkt auf. Ein Meister aus Bayern, dem Norden oder Nordosten bleibt jedes Jahr durch die Relegation außen vor.

Das „Kompass-Modell“ als Lösung
Das „Kompass-Modell“ liefert dafür aus Sicht der Initiative einen klaren Ansatz: eine viergleisige 4. Liga mit jeweils 20 Mannschaften pro Staffel. Die jeweiligen Meister steigen direkt in die 3. Liga auf, während die letzten vier Teams jeder Staffel in die Oberligen absteigen.

 

Stimmen aus den Vereinen

„Für Chancengleichheit, Leistungsprinzip und die Integrität des Sports“

Andreas Huber, Geschäftsführer SV Wacker Burghausen: „Als SV Wacker Burghausen stehen wir klar hinter der Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘. Für uns ist entscheidend, dass sportlicher Erfolg wieder verlässlich zum Aufstieg führt – alles andere widerspricht dem Leistungsprinzip im Fußball. Die aktuellen Strukturen stoßen an ihre Grenzen, viele ambitionierte Klubs haben keine verlässliche Perspektive. Deshalb brauchen wir mehr Planungssicherheit und faire Rahmenbedingungen. Wir werden den Prozess weiterhin aktiv begleiten und uns konstruktiv für tragfähige Lösungen einbringen.“

Alexander Müller, Geschäftsführer SV Rödinghausen: „Der SV Rödinghausen tritt der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bei, deren Ziel es ist, gemeinsam mit Klubs, sowie regionalen und bundesweiten Verbänden sinnvolle und faire Reformansätze für die Regionalligen in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus steht die Forderung „Meister müssen aufsteigen“, welche der SV Rödinghausen klar unterstützt. Der Fußball in den Regionalligen braucht einen sportlich fairen Wettbewerb, der über eine nachhaltige Struktur mit bestmöglichen Rahmenbedingungen verfügt. Der SVR freut sich als Teil der Inititative dazu beizutragen, an dieser Reform mitzuwirken und Potentiale somit optimal zu nutzen.“

Stefan Beermann, Vorstand Marketing der SG Wattenscheid 09: „Der Fußball lebt von Traditionsvereinen und einer starken Fanszene – gerade im Ruhrgebiet. Für uns ist klar: Meister müssen aufsteigen. Deshalb unterstützt die SG Wattenscheid 09 die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘ und setzt sich für mehr Fairness im gesamten Ligasystem ein.“

Burak Isikdaglioglu, Vorstand Berliner AK 07: „Es ist längst überfällig, dieser Ungerechtigkeit im deutschen Fußball ein Ende zu setzen – das sollte inzwischen unstrittig sein. Die Relegation benachteiligt insbesondere den Nordosten. Es muss alles dafür getan werden, dass künftig alle Meister direkt aufsteigen. Wenn diese Chance jetzt nicht genutzt wird, wäre das ein fatales Signal für den gesamten deutschen Fußball.“

Christoph Zorn, Geschäftsstellenleiter BSV Eintracht Mahlsdorf: „Die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘ setzt ein klares Zeichen: Sportliche Leistung muss belohnt werden. Wer am Ende einer Saison an der Spitze steht, hat das Recht auf Aufstieg – unabhängig von finanziellen oder strukturellen Hürden. Fairness, Transparenz und gleiche Regeln sind die Grundlage eines glaubwürdigen Wettbewerbs. Wenn dieser Erfolg verwehrt wird, untergräbt das Motivation und Vertrauen in den Sport. Deshalb fordern wir, die Regularien so zu gestalten, dass der sportliche Ausgang wieder im Mittelpunkt steht – für Chancengleichheit, Leistungsprinzip und die Integrität des Sports.“

 

Ausblick: Nächstes Arbeitstreffen in Frankfurt
Der Blick richtet sich auf das nächste Treffen der Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform am 25. März 2026 auf dem DFB-Campus in Frankfurt.
Der Arbeitsgruppe gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Ergänzt wird das Gremium unter anderem durch Manuel Hartmann (DFB), Ansgar Schwenken (DFL) sowie den Vorsitzenden Dr. Michael Vesper. Die Arbeitsgruppe ist kein Beschlussgremium, sondern soll gemeinsam mögliche Lösungsmodelle zur Regionalliga-Frage erarbeiten.

 

Mit sportlichen Grüßen

Die unterzeichnenden 65 Vereine der Initiative „Aufstiegsreform 2025“