Bericht

Montag, 20.05.2019
Mit Sieg über den Meister Dritter




2:1 gegen Bayern II nach Toren von Bosnjak und Winklbauer

Mit einem 2:1-Erfolg über den neuen Meister FC Bayern München II hat sich der SV Wacker Burghausen in der Abschlusstabelle der Fußball-Regionalliga Bayern noch auf Platz drei vorgeschoben. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg blieb dabei zum achten Mal in Folge ohne Niederlage und erreichte nach der Vizemeisterschaft 2016 die beste Platzierung in fünf Jahren Regionalliga-Zugehörigkeit. 

Fenk: „Krönung einer perfekten Saison“

„Das war die Krönung einer perfekten Saison“, freut sich Teammanager Karl-Heinz Fenk über dem Sieg nach „einem tollen Spiel von beiden Seiten“, in dem Burghausen gleich drei Mal vorzeitig wegen Verletzung wechseln musste: Matthias Stingl musste bereits nach 13 Minuten raus, nachdem er sich einen erneuten Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen hat. Stefan Wächter hat es dann in der 24. Minute nach einem Zweikampf mit einer schweren Prellung des Vorderfußes erwischt und in der 70. Minute ging es auch bei Thorsten Nicklas nicht mehr weiter. Auch beim linken Außenverteidiger muss ein Bänderriss im Sprunggelenk befürchtet werden.

Große Moral der Mannschaft

„Wenn man bedenkt, mit welchen Verletzungen wir zu kämpfen hatten, ist die Leistung der Mannschaft schon sensationell. Wenn ein so wichtiger Spieler wie Marius Duhnke fast die ganze Frühjahrsrunde ausfällt, zeigt das tolle Abschneiden schon, welche Moral in der Truppe steckt. Wir haben sehr viele Mannschaften hinter uns gelassen, die einen deutlich höheren Etat haben als wir. Da kann aus meiner Sicht keiner sagen, dass noch mehr drin gewesen wäre,“, erklärt Fenk.

Sechster Treffer von Bosnjak

Den Führungstreffer für die Gastgeber erzielte Andrija Bosnjak in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als die Bayern-Abwehr den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone bekam. Der Mittelstürmer kam über Umwege an den Ball und schob aus sechs Metern ein. Fenk: „Andrija ist zu einem echten Glücksfall für uns geworden. Mit seinen sechs Toren nach der Winterpause hat er Sascha Marinkovic klasse ersetzt.“

Winklbauer unwiderstehlich

Nur vier Minuten nach Wiederbeginn der zweite Treffer für Wacker: Bosnjak steckte auf Thomas Winklbauer durch, der Joker zog einen Spurt über 50 Meter an, überlief Lars Lukas Mai und überwand im zweiten Anlauf aus spitzem Winkel Bayern-Keeper Michael Wagner. „Ein sensationelles Tor“, lobte Fenk und auch Schellenberg befand: „Er hat sich da super durchgespielt.“

Pfosten rettet zwei Mal

Etwas Glück dann in der Folge, als ein Freistoß von Joshua Zirkzee an den linken Außenpfosten krachte (51.), in der 59. Minute übersah Winklbauer den mitgelaufenen Bosnjak und schoss über den Kasten, ehe erneut der Pfosten den Gastgebern hilfreich zur Seite stand. Diesmal war Alexander Nollenberger der Pechvogel auf Seiten der Bayern-Amateure, die noch mal aufs Tempo drückten, um mit einem positiven Ergebnis in die Aufstiegsrelegation gegen den VfL Wolfsburg II gehen zu können. Mehr als der Anschlusstreffer durch Wooyeong Jeong gelang der Elf von Trainer Holger Seitz aber nicht: Der Südkoreaner setzte sich im Strafraum durch und versenkte dann aus elf Metern halbhoch (67.).

Analyse

Wacker hatte ein Chancenplus und in der Summe auch die besseren Möglichkeiten. Zudem hat die Mannschaft sehr gut verteidigt. „Gold wert war das 2:0. Danach haben wir uns mit viel Aufwand gegen ein Unentschieden gestemmt. Wir haben die Saison auf Platz drei abgeschlossen, nachdem wir vor einem Jahr noch im Abstiegskampf waren. Die Bereitschaft der Mannschaft in den letzten Wochen war enorm, obwohl es nur noch um eine gute Platzierung ging“, zollte Schellenberg seinem Team höchsten Respekt, während Seitz erklärte: „Wir hatten viel Ballbesitz, aber die Effektivität hat gefehlt. Das war ein kleiner Rückfall, aber nicht weiter schlimm. Der Fokus liegt sicherlich auf dem ersten Aufstiegsspiel am Mittwoch in Wolfsburg. Das hatten vielleicht einige schon im Hinterkopf, aber eine Niederlage ist immer ärgerlich.

Statistik

SV Wacker Burghausen: 26 Flückiger – 30 Stingl, 19 Hingerl, 34 Buchner, 27 Nicklas – 4 Aigner, 8 Subasic – 18 Wächter – 17 Maier, 33 Bosnjak, 6 Bachschmid. Trainer: Schellenberg.

Bank: 39 Mayer (ET) – 3 Emerllahu, 7 Winklbauer, 29. D. Hones, 31 Schulz.

FC Bayern München II: 37 Wagner – 2 Yilmaz, 15 Mai, 17 Awoudja, 27 Köhn – 16 Shabani, 5 Feldhahn – 7 Jeong, 10 Wriedt, 24 Nollenberger – 41 Zirkzee. Trainer: Seitz.

Bank: 38 Schnell (ET) – 3 Mayer, 8 Rochelt, 11 Franzke, 13 Senkbeil, 18 Zaiser, 20 Türkkalesi 

Wechsel: 13. Schulz für Stingl, 24. Winklbauer für Wächter, 70. Emerllahu für Nicklas – 46. Rochelt für Shabani, 61. Franzke für Wriedt, 61. Zaiser für Feldhahn. 

Tore: 1:0 Bosnjak (45. + 1), 2:0 Winklbauer (49.), 2:1 Jeong (67.)

Schiedsrichter: Kornblum (Chieming)

Zuschauer: 1001 in der Wacker-Arena

Gelb: keine. 

Ausblick

Die Mannschaft geht jetzt in die verdiente Sommerpause. Hinter den Kulissen wird allerdings weiter fleißig am Kader für die neue Spielzeit gebastelt. Trainingsstart ist am 11. Juni. Vom 20. bis 23 Juni bezieht das Team von Trainer Schellenberg ein Trainingslager in Bad Birnbach und am 6. Juli nimmt Wacker am Siloking-Cup in Kirchanschöring teil. Punktspielstart in die neue Saison ist am Wochenende 13./14. Juli.

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