Bericht

Sonntag, 14.04.2019
Endlich: Erster Heimsieg des Jahres




Bachschmid (2) und Bosnjak treffen beim 3:2 gegen Heimstetten

Im dritten Anlauf hat es geklappt: Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg feierte am Samstag nach zwei vergeblichen Versuchen mit dem 3:2 gegen den SV Heimstetten den ersten Heimdreier des Jahres und hat nun satte neun Punkte aus den letzten vier Spielen auf ihr Konto gebracht. Damit springt Wacker wieder auf Platz fünf und hat letzte Zweifel am Klassenerhalt bei nunmehr 44 Punkten am 29. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern endgültig beseitigt.

Schellenberg lobt sein Team

Nach der 3:0-Führung zur Pause ist es am Ende nur scheinbar noch knapp geworden, denn der Treffer von Lukas Riglewski zum 3:2 fiel spät in der Nachspielzeit, so dass Schiedsrichter Tobias Schultes zwar noch einmal zum Anstoßkreis bat, aber unmittelbar danach die Partie beendete. Und so resümierte Schellenberg auch: „Die späten Gegentreffer waren natürlich ärgerlich, aber da habe ich mir keine großen Sorgen mehr gemacht.“ Insgesamt war der Coach ohnehin voll des Lobes für seine Truppe, die er noch vor 14 Tagen nach der Heimpleite gegen Rosenheim stark kritisiert hatte: „Die Mannschaft hat Reaktion gezeigt. Es wäre jetzt nicht gerecht, einzelne Spieler herauszuheben.“ Tat „Schelle“ aber dann doch, als er das Startelfdebüt von Christoph Maier als ebenso „sensationell“ bezeichnete wie die Performance von Andreas Scheidl im defensiven Mittelfeld: „Bei allen Personalsorgen war die Frage nach einem Sechser am schwierigsten. Andi hat das meines Wissens noch nie gespielt, hat es aber überragend gemacht.“ Auch Keeper Franco Flückiger erhielt für seinen parierten Foulelfmeter gegen Lukas Riglewski das Prädikat „sensationell“, wie auch Andrija Bosnjak, der vorne viel Bälle gehalten habe.

Heimstetten wollte zu viel

Heimstetten machte in der Wacker-Arena von Beginn an das Spiel und hatte durch Torjäger Lukas Riglewski, der einen Freistoß aus 18 Metern über die Latte schoss, die erste Möglichkeit (5.). Aber keine Mannschaft außer Bayern II kann in dieser Liga dem Gegner den Stempel aufdrücken und so ging auch das Bemühen von Heimstetten schief, das viel Ballbesitz hatte, zu viel wollte, aber schlecht gegen den Ball aufgestellt war. „Das hatte mit Abstiegskampf wenig zu tun, so wie wir verteidigt haben, deswegen ist Burghausen auch verdient mit 3:0 in die Pause gegangen“, erklärte SVH-Trainer Christoph Schmitt.

Präzision und Ballglück für Wacker

Mit dem ersten Schuss aufs Tor ging Wacker früh in Front, als Mohamed Subasic mit viel Übersicht Stefan Wächter bediente, dessen präzises Zuspiel Bachschmid ins Kreuzeck nagelte (8.). Heimstetten mühte sich um den Ausgleich und hatte eine weitere Möglichkeit bei einem Riglewski-Freistoß, den Franco Flückiger aber über die Latte boxte (21.). In der 29. Minute konnte sich auch Heimstettens Keeper Maximilian Riedmüller gegen Subasic auszeichnen, ehe Flückiger eine Glanzparade gegen Mohamad Awata auspacken musste (39.). Im Gegenzug der zweite Treffer für die Gastgeber: Torsten Nicklas setzte sich auf der linken Außenbahn durch, seine Hereingabe wurde abgefälscht, Bachschmid hielt den Schlappen hin und der Ball senkte sich über Riedmüller in den Winkel (40.). „Wir hatten heute endlich mal das nötige Ballglück, das uns so oft gefehlt hat“, freute sich Schellenberg. Und es kam noch besser: Nach einem schönen Angriff über Christoph Schulz versenkte Andrija Bosnjak dessen präzises Zuspiel von der Grundlinie aus sechs Metern zu seinem ersten Tor für Burghausen (45.).

Kantersieg möglich

Auch nach der Pause ein ähnliches Bild: Heimstetten spielte, Burghausen konterte im eigenen Stadion und hätte in der 49. Minute fast das 4:0 erzielt, der durchgebrochene Bosnjak traf aber aus 14 Metern nur das Außennetz. Die große Chance zum Anschlusstreffer vereitelte Flückiger, der einen Elfmeter von Riglewski aus dem Eck fischte – Kevin Hingerl hatte Benedict Laverty gefoult (52.). Zwei Minuten später musste Riedmüller einen Schuss von Scheidl aus dem Kreuzeck holen, beim SVH blieb Riglewski das Schusspech zunächst treu, der Standardspezialist zirkelte in der 77. Minute einen Freistoß knapp neben den Pfosten, ehe das Bemühen der Gäste durch einen Kopfball-Treffer von Awata belohnt wurde (83.). Burghausen vergab zuvor und auch in der Folge noch eine Vielzahl an Chancen und wäre fast bestraft worden, doch nach dem 3:2 von Riglewski (90. + 3), der nach einem weiten Ball frei zu Schuss aus 15 Metern kam, pfiff Schiedsrichter Tobias Schultes nur noch pro forma an. 

Analyse

Cleverer Heimsieg des SV Wacker. Alles richtig gemacht und das nötige Glück bei den eigenen Treffern gehabt, die freilich sehr gut herausgespielt wurden. Im Unterschied zur Vergangenheit konnte Wacker aus diesen Situationen auch Kapital schlagen und hätte eigentlich höher gewinnen können. 

   

 

Statistik

SV Wacker Burghausen: 16 Flückiger – 31 Schulz, 19 Hingerl, 34 Buchner, 27 Nicklas – 22 Scheidl, 8 Subasic – 17 Maier, 18 Wächter, 6 Bachschmid – 33 Bosnjak.  Trainer: Schellenberg.

Bank: 39 Mayer (ET) – 25 Richter, 28 Lukas Hones, 29 Diego Hones, 35 Olzok  

SV Heimstetten: 1 Riedmüller – 19 Thomik, 4 Günzel, 23 Beierkuhnlein, 13 Hintermaier – 23 Schels, 25 Ulusoy – 14 Hannemann, 22 Riglewski – 8 Ebeling, 9 Awata. Trainer: Schmitt.

Bank: 35 Poyda (ET) – 3 Wellmann, 7 Laverty, 15 Weser, 16 Sengersdorf, 26 Date. 31 Schäffer  

Wechsel: 78. Richter für Bachschmid, 89. D. Hones für Bosnjak, 90. + 1 L. Hones für Maier – 46. Laverty für Hannemann, 55. Weser für Beierkuhnlein, 62. Wellmann für Hintermaier.   

Tore: 1:0 Bachschmid (8.), 2:0 Bachschmid (40.), 3:0 Bosnjak (45.), 3:1 Awata (83.), 3:2 Riglewski (90. + 3)

Schiedsrichter: Schultes (Betzigau)

Zuschauer: 990 in der Wacker-Arena

Gelb: Bachschmid, Scheidl – Awata

Besonderheit: Flückiger pariert Foulelfmeter von Riglewski (52.)

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