Bericht

Samstag, 04.11.2017
„Wir werden wieder aufstehen!“




Wacker Burghausen hat das Auswärtsspiel beim SV Schalding-Heining trotz 1:0-Pausenführung nach einem Tor von Sascha Marinkovic (34.) mit 1:2 verloren.

Personal: Kevin Hingerl fehlte mit einer Gelb-Sperre. Kapitän Daniel Hofstetter musste nach dem Aufwärmen wegen einer schmerzhaften Fußprellung aus dem Spiel in Rosenheim passen. Philipp Knochner (Reha nach Kreuzbandriss), Bastian Grahovac (Knieprobleme), Maxi Pichler, Ajlan Arifovic (beide Grippe) und Christoph Popp (Fußprellung) standen ebenfalls nicht zur Verfügung. 

Spielverlauf: Auf traditionell sehr tiefem und schwer zu bespielendem Geläuf hatten die Gastgeber in der Anfangphase mehr vom Spiel, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. SVS-Spielertrainer Stefan Köck sprach von einem „Feuerwerk“ seiner Mannschaft. Franco Flückiger hatte bei den Schüssen von Markus Gallmaier (18.) und Christian Seidl (19.) aber keine Mühe, parierte sicher. Wacker indes verteidigte geschickt und konsequent, versuchte immer wieder mit schnellen Umschaltaktionen für Torgefahr zu sorgen. Zunächst knallte Martin Holek einen Linksschuss knapp vorbei (11.), dann zielte Manuel Omelanowsky zu zentral auf Keeper Markus Schöller (23.). Nur drei Minuten später war es erneut der agile Omelanowsky, der aus elf Metern hätte einschießen können, jedoch warf sich Köck in den Schuss, konnte den Ball gerade noch am Tor vorbei lenken (26.). Mit dem nächsten Angriff zog Julien Richter aus der Distanz ab - aber wieder zu zentral, sodass Schöller parieren konnte (27.). Nach einer Standardsituation die verdiente Führung für Burghausen: Muhamed Subasic hatte an den zweiten Pfosten geflankt, dort köpfte Christoph Buchner das Leder zurück ins Zentrum, wo sich Sascha Marinkovic filigran gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und aus sechs Metern unter die Latte zum 0:1 traf (34.). Das 13. Saisontor des 25-Jährigen. Nach dem Seitenwechsel wieder Schalding mit dem besseren Start. Wacker verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, der SVS nahm die Einladung dankend an: Steilpass, Querpass, und Seidl musste nur noch den Fuß hinhalten - 1:1 (52.). Fünf Minuten später die nächste gute Gelegenheit für die nun euphorischen Gastgeber, aber Flückiger war im direkten Duell mit Gallmaier auf dem Posten, parierte glänzend (57.). In einem abwechslungsreichen Spiel hatte der SV Wacker zwischen der 77. und 83. Minute drei sehr gute Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Erst setzte Omelanowsky einen Seitfallzieher einen halben Meter neben das Tor, dann wurde sein Schuss im Sechzehner gerade noch geblockt. Schließlich setzte Marinkovic zu einem herrlichen Solo über das halbe Spielfeld an, seinen Schuss aus etwa 14 Metern konnte Schöller mit einer tollen Parade abwehren. Auf der anderen Seite machte es Alexander Kurz besser, traf mit einem satten Linksschuss aus der gleichen Distanz ins lange Eck - Flückiger war chancenlos (87.). So gingen die Weiß-Schwarzen im dritten Spiel innerhalb einer Woche als Verlierer vom Platz. „Wir hatten Glück, dass wir nicht das 1:2 bekommen haben“, bilanzierte Köck nach der Partie. „Wir haben immer wieder versucht, das Spiel in die Hand zu nehmen und sind bis zum Schluss geduldig geblieben.“ Patrick Mölzl war sichtlich enttäuscht, trotz Führung erneut mit leeren Händen nach Hause zu fahren. „Nach der schwierigen Anfangsviertelstunde hatten wir das Spiel im Griff. Beide Gegentore haben wir extrem schlecht verteidigt. Wir befinden uns in einer unangenehmen Situation, weil wir einfach zu viele Gegentore leichtfertig kassieren. In den nächsten Spielen müssen wir den Defensivgedanken stärken. Wenn es nicht läuft, muss man eben auch mal einen dreckigen Punkt mitnehmen.“ Obwohl die Enttäuschung groß sei, blickte der Wacker-Trainer positiv nach vorne und zeigte sich kämpferisch. „Wir werden wieder aufstehen!“

SVS: 35 Schöller - 4 Alagöz, 6 Köck, 14 Dantscher - 37 Tiefenbrunner, 23 Enzesberger, 13 Krenn, 21 Rockinger, 30 Kurz - 7 Seidl, 32 Gallmaier.
Ersatz: 1 Artner - 9 Lohberger, 19 Flath, 20 Burmberger. 

Wacker: 26 Flückiger - 31 Schulz, 3 Janietz, 34 Buchner, 8 Subasic - 34 Wächter -  25 Richter, 9 Duhnke - 17 Omelanowsky - 10 Marinkovic, 29 Holek.
Ersatz: 1 Tetickovic - 7 Winklbauer, 16 Pöllner, 20 Bann, 22 Sulmer, 27 Hahn.

Wechsel: Lohberger für Seidl (72.), Huber für Kenn (85.), Burgberger für Tiefenbrunner (88.) - Winklbauer für Subasic (89.). 

Tore: 0:1 Marinkovic (34.), 1:1 Seidl (53.), 2:1 Kurz (87.). 

Gelbe Karten: Köck, Enzesberger - Janietz, Omelanowsky, Holek. 

Zuschauer: 1120 im Stadion am Rheutinger Weg. 

Schiedsrichter: Florian Fleischmann. 

Ausblick: Am Samstag, 11. November, steht das Heimspiel gegen 1860 München an. Anpfiff in der Wacker-Arena ist um 14 Uhr.

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