Bericht

Freitag, 21.07.2017
1:3 bei den Löwen




Wacker Burghausen verlor am Freitagabend mit 1:3 bei den Münchner Löwen. Nach der verdienten Führung durch Tobias Janietz (32.) drehte der TSV 1860 nach der Pause die Partie.

Personal: Wacker-Trainer Patrick Mölzl stand bis auf Christoph Popp (Sonderurlaub) und Luca Eggerdinger (Grippe) der komplette Kader zur Verfügung.  

Spielverlauf: Ausverkauftes Haus. Grandiose Kulisse im altehrwürdigen Grünwalder Stadion. Zu der etwa 1000 mitgereiste Wacker-Fans ihren Teil beitrugen und ihre Mannschaft über 90 Minuten fantastisch unterstützten. Und der SV Wacker hielt von der ersten Minute an prächtig dagegen, nahm die Zweikämpfe an und spielte auch mutig nach vorne, attackierte die Gastgeber bereits früh mit zwei Stürmern. Nach zehn Minuten musste Burghausen aber zunächst einen Schock verdauen. Philipp Knochner war mit dem rechten Fuß im Rasen hängen geblieben, verdrehte sich das Knie und musste ausgewechselt werden. Der erst 18-jährige Julien Richter übernahm seine Position. Erstmals wurden die Weiß-Schwarzen nach einem Handspiel von Christian Köppel am rechten Strafraumeck gefährlich. Den Freistoß drehte Muhamed Subasic mit links scharf aufs Tor, die Kugel segelte über Löwenkeeper Marco Hiller hinweg, klatschte aber an die Latte (17.). Wacker stand stabil und er Defensive, ließ lediglich Distanzschüsse zu. Nach etwa einer halben Stunde die nächste dicke Gelegenheit für Burghausen: Nach einem Fehlpass von Christian Köppel im Aufbau hatte Sascha Marinkovic freie Bahn, legte sich aber die Kugel zu weit vor, sodass Hiller aus seinem Tor kam, die Kugel unter sich begraben konnte (32.). Nur eine Zeigerumdrehung später dann die verdiente Führung: Im Anschluss an einen Freistoß von Subasic brachten die Löwen den Ball nicht aus dem Strafraum, halbrechts kam Tobias Janietz aus neun Metern zum Schuss, traf zum 1:0 unter die Latte (33.). Die beste Möglichkeit für die Löwen hatte Timo Gebhardt kurz vor der Pause. Bei seinem platzierten Freistoß aus 25 Metern fand er allerdings in Franco Flückiger seinen Meister der bravourös parierte (45.). Sechzig kam mit viel Schwung und Wut im Bauch aus der Kabine. Daniel Wein flankte von rechts, Sascha Mölders verpasste, aber Jan Mauersberger wuchtete das Leder per Kopf zum 1:1 ins Netz (49.). Die Weiß-Blauen bestimmten jetzt das Tempo. In der 58. Minute dribbelte der Ex-Burghauser Benji Kindsvater von links in die Mitte, sein Schuss von der Strafraumkante wehrte Flückiger mit zwei Fäusten zur Seite ab. Zwei Minuten später zog Nico Karger vom linken Strafraumeck ab, Flückiger drehte die Kugel gerade noch um den linken Pfosten (60.). Die anschließende Ecke von Andermatt leitete Mauersberger am kurze Pfosten per Kopf weiter, Gebhart lauerte freistehend am zweiten Pfosten und köpfte die Kugel zum 2:1 ins Tor (61.). Als der SV Wacker in Unterzahl agierte (Janietz musste mit einer Gehirnerschütterung vom Feld) machte Sascha Mölders mit einem Schlenzer ins lange Ecke zum 3:1 den Sack zu.

Burghausens Coach Patrick Mölzl konnte mit seinem Team das Giesinger Stadion erhobenen Hauptes verlassen. „Wir haben ein intensives und spannendes Spiel gesehen“, so seine Charakterisierung, „uns teuer verkauft, hätten durch den Freistoß, der an die Latte geklatscht ist, vor der Pause ein weiteres Tor erzielen können. Nach dem Seitenwechsel war klar, dass Sechzig extrem anmarschiert.“ Mölzl bedauerte, dass der Ausgleich nach einem Standard fiel. „Das zweite Gegentor war zu leicht, das dritte nehme ich aus, da warne wir nur noch zu zehnt.Unterm Strich haben wir heute eine sehr couragierte Leistung abgeliefert“, zeigte er sich trotz der Niederlage mit dem Auftritt seines Teams zufrieden.

Für Löwen-Trainer Daniel Bierofka war es kein einfaches Spiel. „Es waren schon sehr viele Emotionen beim Aufwärmen drin. Der Beginn war nervös, wir haben uns nicht viel zugetraut“, monierte der 38-Jährige. Erst mit zunehmender Spieldauer hätte sich sein Team freigeschwommen. „Das Gegentor war dann ein erneuter Rückschlag.“ Wir haben in der 2. Halbzeit permanent gedrückt. Das 1:1 war dann immens wichtig. Danach haben wir noch mehr an uns geglaubt, sind die Steine gepurzelt. Wir haben aktiver nach vorne gespielt und über die Außen Druck entfacht.“ Für den 38-Jährigen war es das erwartet schwere Spiel. „Burghausen hat eine gute Mannschaft.“

1860: 1 Hiller - 2 Weeger, 4 Weber, 6 Mauersberger, 11 Köppel - 17 Wein - 5 Andermatt, 10 Gebhart - 16 Kindsvater, 9 Mölders, 18 Karger.
Ersatz: 37 Strobl - 21 Türk, 22 Berzel, 23 Helmbrecht, 26 Jakob, 28 Tempelmann, 33 Bachschmid.

Wacker: 26 Flückiger - 3 Janietz, 5 Hofstetter, 34 Buchner, 8 Subasic - 6 Knochner - 19 Hingerl, 18 Wächter - 9 Duhnke - 10 Marinkovic, 29 Holek.
Ersatz: 1 Tetickovic - 7 Winklbauer, 17 Omelanowsky, 22 Sulmer, 24 Pichler, 25 Richter, 31 Schulz.

Wechsel: Helmbrecht für Kindsvater (74.), Tempelmann für Gebhart (78.), Jakob für Mölders (90.) – Richter für Knochner (10.), Omelanowsky für Marinkovic (51.), Sulmer für Richter (75.).

Tore: 0:1 Janietz (33.), 1:1 Mauersberger (49.), 2:1 Gebhart (61.), 3:1 Mölders (84.).

Gelbe Karten: Mölders, Wein – Buchner, Pichler, Janietz, Wächter.

Zuschauer: 12.500 im Grünwalder Stadion (auverkauft).

Schiedsrichter: Lothar Ostheimer. 

 

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