Bericht

Dienstag, 18.07.2017
„Freuen uns auf das Spiel“




Wacker-Trainer Patrick Mölzl spricht im Interview mit wacker1930.de über die Saisonvorbereitung, Ziele in der anstehenden Spielzeit und das Auftaktmatch bei den Münchner Löwen am kommenden Freitag um 19 Uhr im Grünwalder Stadion.

Nach sechs Wochen Vorbereitung. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Patrick Mölzl: „Die Vorbereitung verlief relativ reibungslos. Im Großen und Ganzen bin ich auch mit den Testspielen zufrieden. Wir haben nur eine Partie verloren - und diese gegen einen starken Zweitligisten (0:2 gegen 1. FC Heidenheim; d. Red.). Wir sind ohne größere Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen. Das ist schon mal das Wichtigste. Es kann losgehen!“

Wie läuft die Integration der vielen Neuzugänge?
Patrick Mölzl: „Sehr gut. Die Neuen wurden super aufgenommen. Es wird aber sicher noch einige Zeit dauern, bis alle Automatismen ineinander greifen, die Abstimmung perfekt ist. Das ist auch ein längerer Prozess und geht nicht von heute auf morgen. Mit dem Stand der Dinge bin ich schon sehr zufrieden. Wir haben eine homogene Mannschaft.“

Während du mit deiner Mannschaft am 1. Spieltag noch spielfrei warst, haben die Löwen schon ein Spiel absolviert und mit 4:1 in Memmingen gewonnen. Welche Erkenntnisse hast du in diesem Spiel gewonnen?
Patrick Mölzl: „Dass 1860 eine sehr starke Mannschaft hat und die Meisterschaft nur über sie laufen wird. Mit Mauersberger, Gebhardt und Mölders haben sie eine starke Achse, dazu sehr viele talentierte Spieler drumrum mit viel individueller Qualität. Der Sieg in Memmingen war verdient, wenngleich er um ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Denn Memmingen hatte gerade beim Stand von 0:2 einige gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Letztlich war Sechzig das reifere und cleverer Team an diesem Tag.“

Wie wird deine taktische Marschrichtung aussehen, um am Freitag erfolgreich zu sein?
Patrick Mölzl: „Wir haben sie natürlich ausführlich analysiert, nicht nur das Spiel in Memmingen beobachtet. Am Freitag werden wir sehen, wie wir unseren Matchplan dann auf dem Platz umsetzen können. Oft entscheiden ja Nuancen: ein gewonnener Zweikampf, Ballglück etc. Klar ist: Sechzig ist Favorit, sie haben ein Heimspiel, das sie gewinnen müssen. Der Druck liegt bei ihnen. Aber natürlich fahren wir nicht nach München, um die Punkte kampflos abzuliefern. Ich erwarte ein spannendes Spiel!“

Welchen Faktor könnte die Kulisse im Stadion spielen?
Patrick Mölzl: „Wir freuen uns auf das Spiel. Vor so einer Kulisse spielt man ja nicht alle Tage. Die Atmosphäre im Stadion spielt natürlich eine gewisse Rolle, die beeinflussen kann. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die es nicht gewohnt ist, in so einem Stadion vor so vielen Zuschauern zu spielen. Es werden aber fast 1000 Fans aus Burghausen im Stadion sein. Demnach sind wir ja nicht alleine.“ (lacht)

Welche Erinnerungen hast du an die Duelle mit den Löwen während deiner aktiven Zeit?
Patrick Mölzl: „Das Schönste Erlebnis war sicher der 3:0-Auswärtssieg mit dem FC Augsburg in der Allianz Arena. Es waren glaube ich fast 30.000 Augsburger im Stadion, eine phänomenale Kulisse. Dann noch vor fast ausverkauftem Haus bei 1860 zu gewinnen, über 60.000 Zuschauer, war schon eine Riesen-Geschichte. Dass ich in diesem Spiel noch dazu ein Kopfballtor gegen Michi Hofmann gemacht habe, war letztlich die Krönung eines wunderbaren Tages. Denn Kopfballtore hatten bei mir wirklich höchsten Seltenheitswert.“

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